Arasmeer

Aus Aloran Kompendium
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Das Arasmeer (Karte von Admiral Graf Dogerian von Köslin, Stand 348 i.J.P.)
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Das Arasmeer (theranisch "mare barthavicum") ist ein Teil des Archontischen Ozeans, welcher ganz Aloran umgibt. Es ist ein Schelfmeer[[1]] und liegt östlich von Barsaive. Im Norden wird es durch die Berstküste und das Königreich der Valburger begrenzt, im Westen durch die Küste von Barsaive und im Osten durch die Monsterinsel Delbi.

Das Arasmeer ist ein wichtiger Handelsweg Barsaives zu den Märkten der Al-Daghar und besonders die Bartha-Bucht ist ein berüchtigtes Piratenterritorium.


Geographie

Küsten

Die Barthabucht
  • Die Bartha-Bucht liegt vor den Küsten Barsaives im westlichen Arasmeer. Unzählige Schiffsrouten von Norden und Süden laufen in der Bartha-Bucht zusammen und beliefern Barsaive mit den Waren der Welt. Aus diesem Grund haben sich auch viele Piraten auf den unzähligen Inseln der Bucht niedergelassen und machen die Seereise unsicher. Im Osten bilden die Götterinseln die Grenze der Bucht, im Norden reicht sie bis zur Brackwasserküste und im Süden wird die Bartha-Buch von der Insel Notunum begrenzt. Ein riesiger Kraken soll in der Tiefe der Bucht leben und mit seinen Fangarmen regelmäßig Schiffe versenken. Während die freundlichen Aras-Tümmler treibenden Schiffsbrüchigen helfen, an ein rettendes Ufer zu kommen, freuen sich die Schlangenschwanz-Haie über einen kleinen Leckerbissen. Perlaustern, Schillerschelm und Goldhummer begründen den Reichtum einiger Küstenstädte (z.B. Kronstadt) und die Bartha-Robben der Kummerinseln liefern das Fleisch für Spezialitäten wie Robbenfleisch in Streifen in Veltima. Außerdem sind in der Nähe von vier Inseln (Lyo, Soltrum, den Götterinseln und bei Grogloch) uralte Elbenruinen entdeckt worden.


  • Die Bestienbucht liegt zwischen der Monsterinsel Delbi und der Insel Thalana. Sie ist nur schwer beschiffbar und die geflügelte Löwenkopfschlange soll dort leben und die Schiffe angreifen.


  • Mit der Brackwasserküste endet die Bartha-Bucht im Nordosten und es wimmelt von Piraten, da vor der Brackwasserküste die wichtigen Handelsrouten aus dem Norden nach Barsaive führen und Kostbarkeiten wie Sonnenstein oder Elfenbein mitbringen. Außerdem werden die Seeleute an der Brackwasserküste häufig von einem aufdringlichen Gestank belästigt, welcher von den Wassern des Dürdismoores stammt, die sich an das Arasmeer ergießen. Eine weitere Gefahr für Seereisende ist der grünliche Nebel, der von Nebelschlund aufzieht und immer wieder werden die Geister von Ertrunkenen in diesem gesichtet.


  • Der Olbusen liegt vor dem Königreich der Olburger und die Bucht wird durch die Wellenbrecherbank vom Arasmeer abgetrennt. Er ist reich an Funkellachsen und für seinen Sonnenstein und die Seehunde (Heuler) der heulenden Inseln bekannt. Der Olbusen nährt sprichwörtlich über die Stadt Olburg das kleine Königreich im Norden Alorans.


  • Die stille Küste schließt sich im Süden an die Bartha-Bucht an und hier geht das Dolgvig-Gebirge in das Meer über. Die große Flachwasserzone der stillen Küste, welche sich durch die Sturmwellenbank vom Arasmeer abgrenzt, ist reich an Haring-Schwärmen und zahlreiche Fischer aus Barsaive nehmen den langen Weg auf sich um ihre Netze prall zu füllen. Bei den Sterneninseln finden sich uralte, elbische Ruinen und unzählige, kleine Meerestiere wie das seltene Aras-Seepferdchen besiedeln die flachen Küstengewässer.


  • Krallenküste wird die Nordwestseite der Monsterinsel Delbi genannt. Manchmal verirren sich tuisker Hornwal-Jäger in diese Gewässer, welche von gigantische Meerschlangen vor der Küste erzählen.


  • Stoßzahnkap wird die Südspitze der Berstküste genannt, wo sich die Wasser des Archontischen Ozeans mit dem Arasmeer mischen und wilde Strömungen verursachen. Walrösser und Jagdwale prägen das Bild der Küste und der wilden See und weiter draußen werden die gigantischen Topfwale von den Tuisken gejagt.


  • Im Valburger Fjord mündet von gewaltigen Klippen umsäumt der Galdr zwischen der Valküste und dem Stoßzahnkap ins Arasmeer. Der Fjord bildet eine ruhige Seestraße nach Kollgard und viele Handelsschiffe umgehen so das stürmische Stoßzahnkap. Jedoch verteuern mehrere Zollstationen (z.B. die Valburger Stadt Gorting) den Preis der Waren, sodass sich auch der gefährliche Weg um das Kap noch lohnt.


  • Die Valküste mit ihren vorgelagerten Schlamminseln liegt zwischen dem Olbusen und dem Stoßzahnkap. Ihre Küste verlandet mit den Gezeiten und bildet ein Wattenmeer, welches bei Ebbe nicht schiffbar ist und größtenteils trockenfällt. Sämtliche Schiffrouten aus dem Norden verlaufen vor der Valküste und passieren diese mit gebührendem Abstand. An den Hängen unter Wasser wächst essbarer Blasentang, welcher von Seefahrern unterwegs gerne als Nahrungsergänzung mitgenommen wird.

Inseln

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  • Die Insel Fuselfels
  • Auf der kleinen Insel Grünfels liegt einem Heiligtum des Notun in Form eines großen Leuchtturms, welcher auch tagsüber aktiv und ein beeindruckender Anblick ist. Da östlich der Insel die sichere Küstenregion endet und ab diesem Ort mit Überfällen von Piraten gerechnet werden muss, ist es für gewöhnlich Brauch bei den Seefahrern, dass der Kapitän des Schiffes, während er an der Insel vorbeifährt, einige Tropfen seines Weines rituell in die Wellen gießt und einen Gruß an Notun zum Leuchtturm herüberruft, um der mächtigen Passion zu huldigen. „Notun Ahoi!“ oder andere Grußworte werden auch von den Matrosen in Richtung der Insel gerufen und oft stimmen sie ein altes Seemannslied über den Meeresgott an, welches sie an Deck und auf den Wanten stehend dem Heiligtum auf der Insel entgegensingen. Den einheimischen Männern ist dieser Brauch sehr wichtig, da sie sich so Notuns Segen auf ihrer Reise gewiss sind.
Die Insel Totland
  • Die Felseninsel Totland liegt am südöstlichen Rande der Dunstbänke. Ihre schroffen, steilen Felsküsten sind spärlich mit grünbraunen Flechten überzogen, ansonsten finden sich weder Vegetation noch Tiere auf der Insel. Umgeben von vielen kleineren Felsen, die nur wenig aus dem Wasser ragen, wird Totland im Nebel zu einer Falle für Schiffe, welche auf die Riffe auflaufen und sinken. Viele Schiffswracks zeugen davon und in den kleinen Inselbuchten finden sich unzählige Trümmer, welche von Schiffsbrüchigen bereits als Feuerholz verwendet wurden. Viel Seemannsgarn wird um die tote Insel im Nebel gesponnen und einige Matrosen glauben, dass die Insel von Geistern der Ertrunkenen bewohnt wird, welche mit gurgelnden, unverständlichen Rufen ihre Botschaften aus Chtonia an die Lebenden zu schreien.
  • Die Zwielichtinseln liegen am östlichen Rand der Dunstbänke östlich der mittleren Südhandelsroute und bestehen aus drei Inseln, welche aus den nördlichen Ausläufern der Wrackbilder Bank herausragen. Sie bieten viele Verstecke für Piraten und auf der mittleren Insel befindet sich ein kleiner Wasserfall, welcher schon manchem Schiffsbrüchigen das Leben gerettet hat. Die Inseln sind überwiegend mit Salzginster und Krüppelkiefern bewachsen und von Möwenkolonien besiedelt, welche in großen Gruppen die Inseln umfliegen und sich auf den felsigen Ufern versammeln, um dort aus den Nischen Muscheln oder Krebse zu picken.

Tiefen

  • Der Nebelschlund liegt etwa im Zentrum des Arasmeeres an dessen tiefster Stelle. Er wird nach Westen abgegrenzt durch die Grünschimmer-Bänke und im Osten von der Stillwasserbank. Dazwischen erstreckt sich undurchdringlicher Nebel, welcher tückische Strömungen verbirgt, welche den Schiffen zum Verhängnis werden. Die Geschichten über den Nebelschlund ängstigen die Matrosen am meisten. Sie behaupten, dass es im Arasmeer deshalb so häufig nebelig sei, weil er von diesem Ort ausgehen würde. Im Zentrum des Arasmeeres sei ein großer Mahlstrom, der alles verschlingen würde, was in seine Nähe kommt. Im Zentrum davon wohnt ein unbekannter Schrecken, den noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat, da alle starben, bevor sie überhaupt in seine Nähe kamen. Aus diesem tiefen Wasserwirbel käme auch all der Nebel im Arasmeer und verteile sich von dort bis zu den Küsten. Manchmal scheint der Nebel auch noch „mehr“ aus dem Abgrund mitzubringen und viele Matrosen berichten von den Geistern der Toten, die aus dem Nebelschlund zurückkehren und vorbeireisende Schiffe und ihre ahnungslosen Besatzungen heimsuchen.

Untiefen

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  • Die Dunstbänke sind eine Ansammlung von Untiefen und erstrecken sich von den gifunischen Inseln im Norden bis zu den Inseln Neblum und Totland im Südwesten bzw. Südosten und reichen von der Küste im Westen bis zu den Zwielichtinseln im Osten. Weil dort immer dichter Nebel herrscht und aufgrund der Untiefen schwer zu navigieren ist, wurden Bojen verankert, welche Handelsschiffen den sicheren Weg markieren, damit diese nicht auf eine Sandbank auflaufen. Der Nebel im Süden der Dunstbänke ist zumeist am Schlimmsten und zu den Sandbänken kommen dann sogar noch bei Totland schroffe Felsen hinzu, welche das Schiff im schlimmsten Fall sinken lassen könnten. Deshalb ist es für Schiffer enorm wichtig, niemals die Bojen aus den Augen zu verlieren, da sie die einzige sichere Route anzeigen.
  • Die Grünschleier Bänke erstrecken sich westlich des Nebelschlundes. Früher sind die Mutigsten noch zum Sonnensteinsammeln so weit hinaus ins Arasmeer gefahren. Östlich von ihnen werden die Nebel des Nebelschlundes immer dichter. Viele Seemänner kehrten nicht zurück und fanden ihr nasses Grab in den finsteren Tiefen des Meeres. Aber seitdem Sonnenstein auch bei Riekstedt gefunden wurde, lohnten sich die gefährlichen Fahrten hinaus nicht mehr und heute fährt niemand mehr zu den Grünschleier-Bänken. Zuletzt sind von Kronstadt aus die „Pelikana“ und die „Seeschwalbe“ zu den Untiefen aufgebrochen um Sonnenstein zu sammeln. Die „Seeschwalbe“ wollte die östlichsten Bänke aufsuchen und verschwand in den grünlichen Schwaden. Plötzlich konnten die Matrosen der „Pelikana“ panische Schreie aus dem Nebel hören und danach hüllte sie die Stille der See ein. Das Schiff kehrte augenblicklich um und erreichte sicher den Hafen von Kronstadt. Von der „Seeschwalbe“ fehlt jede Spur.
  • Die Wrackbilder Bank ist eine langgezogene Untiefe, welche sich parallel zur Küste von den Zwielichtinseln im Norden in südliche Richtung weiterzieht und mittig von der äußeren Südhandelsroute gekreuzt wird. Westlich der Bank verläuft die mittlere Südhandelsroute und viele vom Kurs abgekommenen Schiffe sind auf den tückischen Felsriffen aufgelaufen, was diesen ihren Namen verliehen hat. Südlich der Zwielichtinseln kommt auf der Untiefe der essbare Notunstern vor, welcher schon manchem hungernden Seemann ohne Angel das Leben gerettet hat.

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Berühmte Fahrten aufs Arasmeer

Die Piratenjagd des Admirals von Köslin (323-337 i.J.P.)

Graf Dogerian von Köslin war ein großer Admiral in der kronstädter Flotte und fast niemand an der heimischen Küste kannte das Arasmeer so gut wie er. Er jagte über viele Jahre die Piraten in dieser Gegend und erkundete so die gesamte Bartha-Bucht. Daher kannte er sogar die weit draußen liegenden Inseln, welche sonst nur von Schmugglern und Piraten angefahren werden. Sein ganzer Stolz war eine besondere Bordkanone, welche direkt elementares Feuer verschoss. Mit ihr versenkte er zahlreiche Schiffe der Seeräuber und trug damit maßgeblich zur Sicherheit an der barsavischen Küste bei.

Die Expeditionen des Botschafters Aequus (345-347 i.J.P.)

Die Expeditionen des Botschafters Aequus mit der Baiula Spei und der Natator aeris
Das Tauschboot Natator aeris

Die Expeditionen im Auftrag des Botschafters Gaius Octavius Aequus führte im Geheimen der Graf Dogerian von Köslin mit der hochseetauglichen, dreimastigen Baiula Spei durch. Der Botschafter hatte aber eine Besonderheit entwickeln lassen, mit deren Hilfe der Meeresboden untersucht werden konnte: das Tauchboot Natator aeris. Das Ziel der Expeditionen war jahrelang nicht bekannt und die Helden brachten es erst im Jahr 351 i.J.P. ans Licht. Die Expeditionen fanden schließlich die gesunkene „Pazuzu“ und bei ihr die Matrix des Trebius Moreus. Auf den insgesamt fünf Expeditionen entdeckte das Tauchteam neben einigen Schiffswracks auch uralte, elbische Ruinen, welche der Graf in die abschließende Version seiner Karte vom Arasmeer aus dem Jahr 348 i.J.P. einfließen ließ.

Die Expedition in den Nebelschlund (Nauloar 351 i.J.P.)