Astralraum

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Als Astralraum werden von Magiewirkern, Glaubenswirkern und Gelehrten in Aloran alle kosmischen Bereiche bezeichnet, die sich jenseits der stofflichen Welt befinden.



Die Elben sprechen in ihrer Vorstellung von einem Raum der Sphären, der sich hinter der Schwelle der Welt befindet. Die menschlichen Magier favorisieren das Modell eines kosmischen Pentakels, welches die verschiedenen Ebenen des Astralraums miteinander verbindet. Dies sind zur Zeit die vorherrschenden und bekanntesten Vorstellungen auf Aloran, aber parallel dazu existieren natürlich auch viele andere Ansichten, Modelle und Erklärungsversuche.

Auch wenn für den Astralraum die unterschiedlichsten Begriffe existieren (Äther, Sphärenraum, Traumwelt, ewige Weiten, Nichtraum u.v.m.) ist das Phänomen einer transzendenten Ebene bei allen Völkern Alorans bekannt. Es herrscht auch fast überall Einigkeit darüber, dass dieser sich in verschiedene Bereiche oder Kategorien unterteilt und von verschiedenen Astralwesen bewohnt wird, wie z.B. den Göttern und Dämonen.

Neben der Bedeutung für religiöse Belange der Menschen ist die systematische Beschäftigung und Erforschung des Astralraums besonders für die praktische Anwendung von Magie relevant. Da die Schulen der Magie alle eng verbunden mit dem Einfluss der astralen Ebenen sind, versuchen Magier auf der ganzen bekannten Welt ihre Geheimnisse zu entschlüsseln, um ihre Macht auch auf Gea, der stofflichen Welt, nutzen zu können. Dazu entwickelten sich die Lehren der Elemente.


Vorstellungen und Modelle des Astralraums

Sphärenweltmodell der Elben

Die Sphärenwelt der Elben

Die Elben glauben daran, dass die stoffliche Welt im Zentrum aller astralen Ebenen liegt, welche sie wie Kugelschalen umgeben. Sie nennen die Welt Baneth, was Schönheit bedeutet, und betrachten sie als Krönung der Schöpfung der Archonten. Alle anderen astralen Ebenen und ätherischen Wesen sind für sie nur existent, um den Willen der Archonten zu erfüllen und Baneths Schönheit zur Blüte zu bringen. Da die Sichtweise der Elben auf die Welt sehr immanent ist, haben sie sich über weiterführende Bereiche des Astralraum, wie das Chaos selten Gedanken gemacht. Für sie spielen diese Überlegungen keine Rolle, da die Bereiche außerhalb der Archonten für sie zu wenig oder keinen Einfluss auf die Gestaltung und Verschönerung Baneths haben.

Die kosmische Aufteilung

Baneth

Baneth ist für die Elben die stoffliche Welt mit all ihren Phänomenen und unsichtbaren Geheimnissen. Anders als die Menschen, ordnen sie hier auch die elementaren Wesen an, die von menschlichen Magiern und Gelehrten meist in der astralen Ebene Essentia angesiedelt werden. Die Elben behaupten hingegen, dass es sich bei diesen Wesenheiten ebenfalls um stoffliche Erscheinungen handelt, die jedoch seit der Errichtung der Schwelle unsichtbar geworden sind. Im Gegensatz zu den anderen Astralwesen hätten sie sich nach dieser kosmischen Veränderung nicht in transzendente Reiche zurückgezogen, sondern wären wegen ihrer Verbindung zur den festen Stoffen Baneths, versteckt auf der Welt geblieben. Ihre Unsichtbarkeit sei ein Schutz vor Dämonen und Menschen und verhindere, dass die Elementarwesen von ihnen gestört werden. Die Balmarer und ihre Druiden, die sehr engen Kontakt zu den Elben pflegen, sprechen manchmal auch von der Feinstofflichkeit der Elementarwesen, welche es ihnen möglich macht, zwischen der astralen Ebene Essentia und der stofflichen Welt zu wechseln.

Die Schwelle

Die Schwelle ist für die Elben der Bereich, der die stoffliche Welt von der astralen trennt. Die Archonten errichteten sie, um ihre Schöpfung Baneth zu retten, nachdem der Kampf zwischen Dämonen und Göttern durch Usiels Neugier entbrannt war. Die Welt war zu ihrem blutigen Schlachtfeld geworden und drohte unterzugehen. Die Archonten verhinderten dies, indem sie die höheren Wesen aus Baneth verbannten und sie in ihre astralen Reiche verwiesen. Deshalb ist es den astralen Wesen heute auch fast unmöglich, sich aus eigener Kraft auf Baneth zu manifestieren und sie können nur noch indirekt (über Träume, Visionen etc.) mit den Rassen und Völkern der Welt kommunizieren oder durch die geistigen Kräfte der stofflichen Wesen angerufen oder beschworen werden.

Die Schwelle ist bei den Elben auch der Raum der Sterne und der unendlich weite Himmel, dessen Horizont sich ebenfalls erst bei der Erschaffung der Schwelle eröffnete. Da der Schwellenraum auch die für alle Sterblichen sichtbare Verbindung zum Astralraum darstellt, versuchen viele die Zeichen der Schwelle zu deuten und Astrologie und das Schreiben von Horoskopen wurde in vielen Regionen zur Tradition. Besonders unter den Balmarern finden sich viele Sterndeuter, aber auch unter den Völkern der Ishtur besitzen die Konstellationen der Sterne große Bedeutung für das Geschehen der Welt. Da in der Elbischen Vorstellung die Schwelle immerwährend um die Welt rotiert, käme es zu wechselnden Sternbildern und einen Jahreslauf, da diese in ihrem feinstofflichen Umfeld mitschwingen. Durch die Bewegung der Sterne soll es laut den Elben auch zu einem Phänomen kommen, dass sie Sphärenmusik nennen. Dabei soll es sich um kosmische Klänge handeln, welche sich zu schöneren Harmonien und Melodien verbinden, als es sich die Sterblichen auf Baneth vorstellen können. In sternenklaren Nächten, wenn keine Wolke die Klänge abmildert, pflegen es viele Elben dieser Spärenmusik zu lauschen und träumen sich dabei sehnsüchtig in die Zeiten vor der Schwelle zurück, als die Welt und die Sphären noch nicht voneinander getrennt waren.

Die Sphären des Lichtes

Die Sphären des Lichts sind die Heimat der aufbauenden, schöpfenden und bewahrenden Aspekte des Astralraums. Hier wohnen die Götter und ihre Gefolgschaft. Den elbischen Sagen nach, wurden die Götter von den Archonten erschaffen, um Baneth zu gestalten und zu hüten. Sie lebten einst mit den stofflichen Wesen gemeinsam auf der Erde und wurden nach der Errichtung der Schwelle in ihre Sphäre verbannt. Jedoch besitzen die Götter noch immer Einfluss auf Baneth und offenbaren sich in Träumen, Visionen und Erscheinungen. Die astrale Energie, die sie z.B. zu einer Epiphanie benötigen, hängt von dem Glauben ab, den ihre Anhänger aufbringen. So geschehen Wunder nur bei glaubensfesten Menschen und die Reinheit des Glaubens bestimmt die Intensivität des Kontaktes, den ein Sterblicher zu seinem Gott aufnehmen kann. Ein sehr fester und reiner Glaube kann es einem Gott sogar ermöglichen, sich für kurze Zeit vollständig auf Baneth zu manifestieren. Prinzipiell sind die Götter als höhere Prinzipien zu verstehen, welche bereits vor der Errichtung der Schwelle existierten und von den Archonten erschaffen wurden. Sie liegen seit Usiels Schlachtzug mit ihren Geschwistern, den finsteren Dämonen, in einem ewigen Krieg um die Vorherrschaft auf Baneth.

Die Sphären des Zwielichts

Für die Elben fallen alle astralen Wesen, die nicht an dem Kampf der Götter beteiligt sind oder wie die Elementare auf Baneth verweilen, in die Zwielichtsphären. Hier finden sich auch alle Wesenheiten, die nach der Errichtung der Schwelle geschaffen wurden oder nicht zu den aufbauenden oder bewahrenden (Götter), bzw. den zerstörerischen (Dämonen) zu zählen sind. Diese Wesen bewohnen laut den Menschen die Ebene Idea, welche alle freien Geister beherbergt.

Zu den freien Geistern zählen z.B. die von den Theranern verehrten Genien. Die Seele des Drachen Theranios wurde nach seinem Tod zu einem eigenen Genius und konnte so als freier Geist aus dem Jenseits zurückkehren, um sich mit der Seele des ersten Kaisers, Ascanius, zu verbinden. Ebenso zählen die zahlreichen Orts- und sogar Gebäudegenien zu den freien Geistern und sogar Gefühle, Zustände und Ideen können sich nach theranischer Vorstellung zu eigenständigen Astralwesen entwickeln. So existieren in Thera z.B. Genien für abstrakte Ideen wie die Inspiration, die Erinnerung oder das von Menschen geschaffene Gesetz. In dieser Hinsicht gehört für sie auch der in Barsaive sehr beliebte Gott Lochost nicht zu den Göttern, da sein Prinzip der Freiheit als abstrakte Idee eingeordnet wird, die erst nach der Errichtung der Schwelle und durch den Geist der Menschen erschaffen und zu einem sehr mächtigen Astralwesen wurde. Da die Theraner den Genien jedoch meist mehr Bedeutung beimessen als den eigentlichen Göttern, ist für sie mit dieser Unterteilung keine Abwertung verbunden, da sie freie Geister und Götter als gleichwertige Astralwesen betrachten. Häufig ist der Übergang zwischen diesen Wesenheiten für Sterbliche aber auch nicht zu ersehen oder verläuft so fließend, dass Gelehrte und Priester widersprüchliche Kategorisierungen der Astralwesen verfassen. In Thera erhält auch jeder Mann mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter einen eigenen Genius, der als persönlicher Schutzgeist und Ausdruck seiner Persönlichkeit fungiert und über seine Schicksalsbestimmung und insbesondere seine Zeugungskraft wacht.

Bei den Shinji Oto sind die freien Geister als Kami bekannt und besitzen, wie in vielen anderen animistischen Kulturen, eine große Bedeutung. …

In Barsaive sind die freien Geister ebenfalls bekannt, obwohl sie im Rahmen des Glaubens an die Passionen viel von ihrer Bedeutung verloren haben. Jedoch sagen einige Gelehrte, dass z.B. Phex eindeutig ein freier Geist und kein Gott sei, da er sich laut den meisten Mythen aus dem herrschenden Krieg zwischen Göttern und Dämonen heraushält und jeden wohlgesonnen ist, der seine listigen Wege zu beschreiten weiß. Und auch bei der Frage um die Zugehörigkeit von Lochost, wird in vielen Lehrstätten fleißig gestritten. Unumstritten ist jedoch, dass Lochost ein Gott ist, der eigentlich nur in Barsaive bekannt ist und von vielen auch als heimlicher Hauptgott der rebellischen und freiheitsliebenden Bevölkerung angesehen wird. In keinem anderen Gott als Lochost, manifestiert sich die barsavische Mentalität so rein und unverfälscht, wie in diesem Geist der Freiheit.

Ebenso besitzen z.B. die Stämme der Trolle häufig einen Stammesgeist, einen sogenannten Totem, der aus der geistigen Verbindung der Gemeinschaft geboren wurde und erst durch sie zu einem eigenständigen Wesen aufstieg. Ein Stammestotem kann, je nach der Stärke des Zusammengehörigkeitsgefühl der Gemeinschaft, sich zu einem mächtigen freiem Geist entwickeln und wird seine Trolle vor allen Übeln beschützen. Durch die große Bedeutung der Totems findet die Verehrung der Götter bei den Trollen nur geringe Beachtung.


Die Elben siedeln jedoch nicht nur die freien Geister in den Sphären des Zwielichts an, sondern auch die Seelen der Verstorbenen leben hier in ihren einzelnen Totenreichen. Diese werden von den Menschen hingegen in der Seelenebene Chtonia angesiedelt. Die unsterblichen Elben sehen jedoch wenig Unterschied zwischen den freien Geistern und den Astralkörpern der Toten, zumal sich einige sterbliche Seelen nach ihrem Tod zu freien Geistern erheben können, oder einige freie Geister aus dem Geist der Menschen geboren wurden.

Da die Zwielichtsphären zwischen der Sphäre des Lichtes und der Finsternis liegen, glauben die Elben, dass es sowohl Göttern als auch Dämonen möglich ist, sie zu bereisen. Demensprechend vollziehen sie ein ewiges Buhlen um die Gunst der freien Geister und vor allen um die Seelen der Verstorbenen.

Die Sphären der Finsternis

Hier leben nach elbischer Vorstellung die Feinde der Götter, welche als negative Umkehrungen ihrer positiven Prinzipien zu verstehen sind und vor allem für Zerstörung und Verfall sorgen. Alles was die Götter repräsentieren, versuchen diese Wesen umzukehren und zunichte zu machen. Seitdem Usiel sie anlockte, führen sie den Krieg gegen die Götter, um sich Baneth untertan zu machen und ihr seine Schönheit zu rauben. Zum Schutz der Welt, errichteten die Archonten die Schwelle, damit die Dämonen sich in ihre eigene finstere Sphäre zurückziehen mussten.

Ihr Einfluss auf die Welt ist jedoch noch groß, und sie nutzen jedes Schlupfloch, um durch die Schwelle nach Baneth zu kommen, wo sie Schaden anrichten wollen, oder die stofflichen Wesen versuchen zu verderben. Gelingt ihnen letzteres, können sie sich mit Hilfe von Beschwörungen und finsteren Ritualen einen Weg auf die Welt bahnen und sich im schlimmsten Fall in ihrer ganzen Macht manifestieren (Maldoror, Utukk'Xul). Jedoch sind sie von den finsteren Ritualen ihrer Anhänger und Kultisten abhängig, die sie dadurch durchgängig mit Astralenergie versorgen müssen. Die gefürchtetsten Dämonen sind die Erzdämonen, welche, genau wie die Götter, eine große Gefolgschaft von astralen Wesen besitzen.


Das Kosmische Pentakel

Das kosmische Pentakel

Bei den menschlichen Gelehrten und Magiern hat sich auf Aloran vorrangig das Kosmische Pentakel zur Unterteilung des Astralraums eingebürgert. Dies besitzt eine lange Tradition und fast alle Akademien nutzen es zur Strukturierung ihrer magischen Schulen und als Grundlage für die astrale Theorie. Seinen Ursprung hat das Pentakel in Thera, da dies Volk durch ihren Drachen Theranios als erste auf das Wesen der Astralmagie aufmerksam wurde und begann, die kosmischen Gesetzte des Astralraums zu erforschen.

Außerdem folgten die Theraner der Tradition vieler Völker der Ishtur, die schon lange vor den Menschen auf Aloran sich mystische Konzepte erschufen, um den astralen Raum zu beschreiben und zu kategorisieren und schriftliche Werke darüber verfassten.

Auch in Iopos nutzen die barsavischen Magier das Kosmische Pentakel, obwohl hier einige Alternativmodelle existieren und hin und wieder Kritik am dem oft als dogmatisch empfunden Modell aus Thera geäußert wird. Besonders hinsichtlich der Einteilung der Elementare folgen einige barsavische Elementaristen z.B. der Auffassung der Elben, nach welcher das Reich Essentia eigentlich in der stofflichen Welt zu verorten ist und seine Wesen lediglich unsichtbar für die Sterblichen sind.

Auch die Balmarer sprechen von der Existenz feinstofflicher Wesenheiten, die sich zwischen den Welten befinden und noch nicht in dem Modell des Pentakels erfasst wurden.

Die kosmische Aufteilung

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Das Chaos

Das wirbelnde Chaos ist ein Zustand vollständiger Unordnung und Verwirrung.

Es ist der Raum, der sich außerhalb des Kosmos, der Ordnung, befindet und gleichzeitig seine Umkehrung ist. Das Chaos ist weder aktiv noch hat es einen Willen oder Sinn. Es ist lediglich der tiefe Urgrund, aus dem einst die Archonten hervorgingen, die Raum und Zeit erschufen und damit das Fundament des bekannten Kosmos legten.

Das Chaos ist nicht in allen Völkern bekannt und einige haben sich auch nie für dessen Existenz interessiert. Jedoch sprechen z.B. auch Mythen der Berstküste von einem klaffenden Abgrund am Anfang der Zeit und der Drache Theranios berichtete von einem Ort im Astralraum, den seine Vorfahren als großes Wirrwarr beschrieben und welcher noch gefährlicher sei, als die dämonische Ebene Abyssia. Auch Magier auf ganz Aloran interessieren sich brennend für das große Chaos und versuchen schon seit langem seine Macht durch Magie zu kontrollieren. Da diese ursprünglichste Ebene jedoch nur sehr schwer zu erfassen und seine Energie als unberechenbar gilt, halten viele dieses Vorhaben für unmöglich oder einfach nur verrückt. Einige Akademien haben diese Forschungen sogar verboten und prophezeihen den Untergang der Welt, falls jemals ein Magier mit seinen Experimenten Erfolg haben sollten und die Mächte des Chaos auf die Erde beschwören würde. Sie reden dabei von einem vollständigen Kollaps, der den gesamten Kosmos auseinanderreißen würde und alles in das schwarze Nichts des Chaos stürzen würde. Das Ende aller Dinge. Jedoch behaupten andere, dass es schlichtweg nicht möglich sei, das Chaos-Perflux durch Magie gefügig zu machen, da an einem Ort, wo Alles und Nichts existiert, überhaupt keine Art von astraler Energie vorhanden wäre, wie man sie aus den astralen Ebenen kennt und dementsprechend auch keine Anknüpfungspunkte für Zauber zu finden wären. Trotz oder gerade wegen der vielen Kontroversen ist die Chaosmagie auch heute noch ein beliebtes Thema und z.B. im sehr freien und experimentierfreudigen Iopos findet man einige Experten auf diesem Gebiet der Forschung.

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Ordo Archontis (Die Ordnung der Archonten)

Das Reich der uralten Archonten ist das Fundament des bekannten Kosmos und die Grundlage aller Dinge. Hier sind alle Gesetzmäßigkeiten und Urkräfte zu finden, welche den Kosmos zusammenhalten. In dieser alles verbindenden Ebene fließen alle Gegensätze zu einer Einheit zusammen und alle Bausteine und Wesen der Welt verbinden sich zu einem kosmischen Ganzem.

Fast alle Gelehrten sind sich einig, dass hier Raum und Zeit vorherrschen und in der Gestalt der Archonten das kosmische Gleichgewicht aufrecht halten. Es gibt jedoch unterschiedliche Auslegungen, welche Prinzipien außerdem in der Ordnung der Archonten zu finden sind. So gibt es auch eine Schule von theranischen Sophoi, die vermuten, dass sich als erstes ein Schöpferprinzip aus dem Chaos erhoben haben muss, welches den allgemeinen Lebenswillen hervorbrachte, da Raum und Zeit sonst nicht an ihrer Existenz interessiert gewesen wären. Dieser erste Archont wird von ihnen Protogonos genannt und wird als eine androgyne Lichtgestalt beschrieben, welches jedem kosmischen Wesen seinen Willen zur Existenz gibt und sich auch in der Libido jedes fortpflanzungsfähigen Wesens wiederfindet. Doch nicht nur der körperliche, sondern auch der geistige Schöpferwille - die Kreativität und der Einfallsreichtung der Menschen - würden nur existieren, da Protogonos ihre Seelen damit erfüllt.

Die Ordnung der Archonten ist ebenfalls für die Praktizierenden der Astralmagie von Interesse. Sie nutzen die archontischen Astralströme, um in das Geschehen von Raum und Zeit einzugreifen. Besonders theranische Magoi haben sich auf diese Schule der Magie spezialisiert und sie bildet die Grundlage ihrer bekannten Portalmagie.

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Das Harmoneum (die kosmische Konstante)

Das große Harmoneum ist nach allgemeiner Ansicht der Akademien eine kosmische Konstante, welche für das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Bereichen des Astralraums sorgt und sie gleichzeitig trennt und verbindet.

Bei den Elben findet man die Entsprechung des Harmoneums in der Vorstellung von der Schwelle, jedoch benutzen die menschlichen Magier diesen Begriff in ihren Forschungen fast nie, da er ihnen durch die starke Verbindung mit den elbischen Sagen und Legenden nicht neutral genug erscheint. Ihrer Ansicht nach stellt das Harmoneum außerdem wesentlich mehr dar, als eine Barriere zum Schutz vor Dämonen, sondern ist durch seine mathematische, strukturelle und symbolische Grundlage auch eine komplexere Veranschaulichung für viele Aspekte des Astralraums, die weit über das Bild der Elben hinausgehen und grundlegend für die astrale Theorie wurden.

Durch die archontische Ordnung der Zeit befindet sich das Harmoneum in einer ewigen Schwingung und bringt die astralen Welten dazu, um Gea zu rotieren. Auch die Sterne und der Himmel werden von dieser Bewegung beeinflusst und so ergeben sich die verschiedenen Sternbilder und dem Jahreslauf. Dazu abweichend wird auch hin und wieder die These geäußert, dass sich nicht das Harmoneum, sondern Gea dreht, da sie in der Bewegung der archontischen Ordnung mitschwingt. Das Harmoneum hingegen sei unbeweglich und sei das einzige im Kosmos, was von statischer Natur ist. Die neuste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass sich beide drehen könnten. Auf diese Weise erklären die Forscher den Jahreslauf durch die Bewegung des Harmoneums und den Sonnenlauf bei Tag und Nacht durch die Drehung Geas.

Bei der magischen Erforschung des Kosmos findet sich auch das von den Elben erwähnte Phänomen der Sphärenmusik wieder, welche durch die Bewegung des Harmoneums, bzw. nach alternativer Auslegung der archontischen Ordnung, zustande kommen soll. Da die menschlichen Gelehrten im Gegensatz zu den Elben jedoch nicht fähig sind, diese Klänge mit eigenen Sinnen wahrzunehmen, versuchen sie seit langem magische Artefakte oder Zauber zu erschaffen, welche ihnen die Wahrnehmung der Sphärenmusik ermöglicht. Jedoch würden Elben behaupten, dass sie damit höchstens einen schwachen Abklatsch von der Schönheit dieses Phänomens erhalten könnten.

Siehe auch die Bedeutung des Harmoneums in der Magietheorie Die Pentakel-Lehre.

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Gea (Die Welt)

Gea ist die Welt der stofflichen Dinge und Wesen.

Ebenso wie bei den Elben wird sie allgemein als Krönung der Schöpfung betrachtet und als sinnstiftendes Element in der kosmischen Ordnung erlebt. Jedoch bezweifeln viele Menschen, dass die Aufgabe der astralen Wesen allein in der Erfüllung ihrer Pflichten liegt, welche die Archonten ihnen zur Bereicherung von Gea auferlegten. Die astralen Wesen werden in der menschlichen Sichtweise als unabhängigere Wesen betrachtet, die auch fähig wären, ihrem eigenen Willen zu folgen. Diese Freiheiten würden die Elben jedoch als Verstoß gegen die archontische Ordnung erleben und Astralwesen, welche diesem Pfad folgen, würden ihrer Ansicht nach den Sinn ihrer Existenz verwirken.

Im Unterschied zu den Elben siedeln die Menschen die Elementarwesen auch nicht in der stofflichen Welt an, da sie ihre von den Elben beschriebene Unsichtbarkeit per Definition zu astralen Wesen machen würde. Jedoch ist die Fähigkeit der Menschen Elementare wahrzunehmen sehr gering und viele Magier versuchen sie in der Natur aufzuspüren, um die Frage nach ihrer Natur endgültig zu klären.

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Essentia (Die Ebene der Essenzen)

Essentia ist die astrale Ebene der Elementare und aller neutralen Wesen, die eng mit den Elementen verbunden sind und sich außerhalb der Dualität der Götter und Dämonen befindet.

In Essentia leben die Verkörperungen der Naturkräfte und Urelemente, welche notwendig für den Aufbau und den Zusammenhalt der Welt sind. Dabei unterscheiden die Gelehrten zwischen verschiedenen Elementaren, die sie ihren jeweiligen Elemente-Lehrenzugeordnet haben. Die geläufigste Elementelehre auf Aloran unterscheidet dabei zwischen den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft, wobei diese Kategorien noch viele Unterkategorien wie z.B. Eis oder Pflanzen enthalten. In anderen Völkern werden diese Unterkategorien als zu den Elementen zugehörig batrachtet, weswegen man in verschiedenen Regionen auch von verschiedenen Anzahlen von Elementen spricht. Die Ebene Essentia ist besonders für Elementaristen von Interesse, da sie aus den astralen Strömen dieser Welt ihre Magie beziehen und z.B. mächtige Feuerbälle oder Erdwälle beschwören können. Die Magie von Essentia gilt als die „sicherste“ Form von Astralkraft, da sie von einer neutralen Ebene stammt und bereits eine Verbindung zur stofflichen Welt besitzt. Die Astralmagie gilt dagegen als wesentlich komplizierter zu kanalisieren und die Folgen bei einem Missgeschick in dieser Schule kann katastrophale und unberechenbare Folgen für das Raum-Zeit-Gefüge mit sich bringen, welche wesentlich schwerer zu beheben sind, als alle Katastrophen, die in der Regel von Elementaristen ausgelöst werden können (siehe auch: Gefahren der Zauberei).

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Celestia (Die göttliche Ebene)

Celestia ist die astrale Ebene der Götter und ihrer Gefolgschaft. Sie unterscheidet sich eigentlich nur wenig von der Sphäre des Lichtes, die bei den Elben bekannt ist.

Nach Auffassung der Magier ist dies die Ebene, aus welcher die Glaubenswirker in Aloran ihre Macht beziehen, welche sie jedoch als passive Wunder von der aktiven und zielgerichteten Magie unterscheiden. Es wird auch abgestritten, dass man die astralen Ströme dieser Ebene durch Zauber unterwerfen kann, da die Götter über einen eigenen Willen verfügen und die meisten Magier zu schwach wären, um sie zu „beschwören“ oder zu etwas zu zwingen. Nur sehr wenigen Sterblichen soll es gelungen sein, einen Gott zu unterwerfen und Geschichten über solche mächtigen Individuen existieren auch nur in sehr, sehr alten Sagen und Legenden, z.B. bei der dämonischen und untergegangenen Kultur der Pazumer.

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Abyssia (Die dämonische Ebene)

Abyssia ist die astrale Ebene der Dämonen und ihrer Gefolgschaft.

Sie unterscheidet sich eigentlich nur wenig von der Sphäre der Finsternis, die bei den Elben bekannt ist. Die einzigen, welche sich mit den astralen Strömen dieser Welt einlassen sind Dämonenbeschwörer und Schadenszauberer. Aus dieser Ebene und von seinen Kreaturen stammt nichts Gutes und normalerweise halten sich alle Akademien an ein wichtiges Gesetz, dass die Ausübung dieser Magieform verbietet und sofort mit dem Tod bestraft.

Im Gegensatz zu den Göttern, die nur bereit sind, den Menschen aus freiem Willen zu helfen und ihnen ihre Wunder zu schenken, legen es die Dämonen darauf an, beschworen zu werden. Zwar wissen sie, dass sie dem Willen des Beschwörers ausgeliefert sind, doch ihnen ist jedes Mittel Recht, um einen Weg in die stoffliche Welt zu finden. Außerdem enden die meisten Beschwörungen von Dämonen mit einem Dämonenmal oder in einem Pakt, welchen der Sterbliche früher oder später mit seiner Seele bezahlen muss und dem Dämon das geben wird, wonach es ihm immerwährend giert.

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Idea (Die geistige Ebene)

Idea ist die astrale Ebene der freien Geister und aller übrigen Astralwesen, die weder Elementare sind oder zu den Göttern, bzw. Dämonen gerechnet werden. Wobei auch bei den menschlichen Gelehrten häufig Uneinigkeit darüber besteht, wo die fließenden Grenzen zwischen den astralen Wesen wirklich zu ziehen sind.

Ebenso wie in der Sichtweise der Elben zählen die Gelehrten z.B. die theranischen Genien oder die Kami der Shinji Oto zu den freien Geistern und ebenso viele andere Wesenheiten, die erst im Zeitalter der Menschen entstanden sind.

Für die Magier besitzt die Ebene von Idea eine besondere Bedeutung, da sie auch als Ursprungsebene aller geistigen Kräfte betrachtet wird. Diese Ebene ermöglicht es Sterblichen, eigene Ideen und Vorstellungen in der stofflichen Welt zu manifestieren. Sie kann deshalb auch als Ebene der Zauberei, der Kreativität und des Ausdrucks verstanden werden. Da in Idea neue Astralwesen durch den Willen oder den Glauben der Sterblichen entstehen können, versuchen viele Magier dieses Prinzip zu nutzen, um sich eigene Astralwesen zu erschaffen. Diese sogenannten Imagospurii, Psychogone oder Astralgolems, können sich zu mächtigen Wesenheiten entwickeln und sind ihrem Erschaffer im Optimalfall treu ergeben und verhalten sich berechenbarer als die urtümlichen Elementarwesen aus Essentia. Allerdings dauert die Erschaffung eines solchen freien Geistes etliche Jahre und erfordert ein Höchstmaß an Konzentration und Willenskraft. Außerdem ist es für viele Sterbliche ein Anreiz, nach dem Tod selbst zu einem freien Geist zu werden, um weiterhin am Geschehen der Welt teilhaben zu können, was ihm in Chtonia, der Totenebene, verwehrt bleiben würde. Es gibt Sagen und Geschichten von großen Helden, Magiern oder anderen herausragenden Persönlichkeiten, deren Seele im Leben so stark war, dass sie den Tod überdauern und nach Idea einziehen konnte. Diese Seelen können zu mächtigen Astralwesen werden und erfahren auf Gea teilweise eine gottgleiche Verehrung, wie z.B. der Genius des Drachen Theranios.

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Chtonia (Die Ebene der Seelen)

Chtonia ist die Ebene der Verstorbenen und aller anderen Seelen, die einst als stoffliche Wesen ein Leben in Gea führten.

Über die Gestaltung des Seelenreiches existieren die unterschiedlichsten Vorstellungen und jede Kultur hat ihr spezifisches Totenreich erschaffen. Für viele Rassen und Völker ist der Glaube an ein kulturgebundenes, exklusives Jenseits von großer Bedeutung, weil sie sich dadurch als Gemeinschaft verbunden fühlen.

Z.B. ist es für die braunen Orks der Ortak Steppe im Rahmen ihres Ahnenkultes besonders wichtig, dass sogar im Totenreich viele Riten und Traditionen der Orkkultur von den Verstorbenen ein- und beigehalten werden, damit sie den Kontakt zu ihrem Stamm nicht verlieren. Durch diese starke Bindung zu den Nachfahren ist es ihnen sogar möglich, kurzfristig als freie Geister auf die Welt zurückgerufen zu werden und ihren Stamm in Notzeiten beizustehen.

Auch die Theraner, die sich ihren Weg zum Elysium durch den Ruhm ihrer Familien hart erkämpfen und erarbeiten müssen, lieben die Idee, dass sie dadurch einen besonderen Platz in Chtonia erhalten und sich damit im Tod weiterhin ihre Vormachtstellung unter den anderen Völkern bewahren können.

In Barsaive, wo durch die verschiedenen Rassen und Völker große Uneinigkeit bei den Vorstellungen des Seelenreiches besteht und viele auf ihre exklusiven Jenseitsvorstellungen nicht verzichten wollen, herrschte oftmals Angst, dass sich Freunde und Familien, die aus unterschiedlichen Rassen oder Völkern stammen, im Jenseits für alle Zeiten trennen müssten. Jedoch wurde der Prophetin Mutter Hylderid von den Passionen offenbart, dass alle verstorbenen Seelen im Jenseits durch ihr Licht vereint sein werden, ohne, dass sie ihre kulturabhängigen Totenreiche aufgeben müssten. Dass Licht der Passionen stelle eine Verbindung dar, die es jeder Seele ermöglicht, auch gleichzeitig mit allen anderen Seelen verbunden zu sein, die ihm im Leben wichtig waren.

Da also die Vorstellungen und Erwartungen an das Leben nach dem Tod in den meisten Völkern der Sterblichen grundsteinlegend für viele kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Entwicklungen sind, ist Chtonia die Astralebene, die ganz still und passiv den vielleicht größten Einfluss auf das Leben der Sterblichen ausübt und vielen Völkern ihre eigentümliche Identität verleiht.

Welches Totenreich nun am ehesten der Wirklichkeit von Chtonia entspricht, ist für Sterbliche nicht zu ermessen. Jedoch behaupten viele Gelehrte, dass sich Chtonia tatsächlich in viele Bereiche unterteilt, da die einzelnen Totenreiche durch den Glauben und die Vorstellungen der Sterblichen zu einer astralen Realität geworden sind. Andererseits ist es aber genauso gut möglich, dass Chtonia keine Unterschiede zwischen den Seelen macht und wenn z.B. beschworene Geister den Sterblichen von verschiedenen Totenreichen berichten, diese einfach nur in ihrer individuellen Vorstellungswelt so verhaftet sind, dass sie sich auch nach dem Tod nichts außerhalb ihrer kulturellen Prägungen vorstellen können. Die letzte aller Fragen wird deshalb auch auf Gea wahrscheinlich für immer unbeantwortet bleiben.

Chtonia ist neben seiner großen Bedeutung für die Gemeinschaften der Sterblichen auch für Magiewirker, insbesondere für Nekromanten, interessant. Obwohl die Seelenebene der dämonischen Welt von Abyssia prinzipiell nicht ähnelt, ist die Verachtung, die den Nutzern dieser astralen Kanäle entgegenschlägt, ähnlich hoch. Immerhin wissen viele Quellen davon zu berichten, dass sich einige beschworene Seelen von bösartigen Individuen zu freien Geistern entwickelt haben, die den Dämonen in ihrem Schrecken und ihrer Grausamkeit in nichts nachstanden. Als am gefährlichsten gelten die Nekromanten, die versuchen mit Hilfe von dämonischen Kräften die Gesetze Chtonias auf widernatürliche Art außer Kraft zu setzen. Sie erschaffen bevorzugt untote Diener oder sogar ganze Armeen aus willenlosen Geschöpfen. Außerdem wenden sie diese Magie auch auf sich selbst an und setzen die Wirkung des Todes außer Kraft, um die Unsterblichkeit zu erlangen.

Diesseits und Jenseits - Die Welt der Shinji Oto

Das Weltverständnis der Shinji Oto hat sich unbeeinflusst von den Weltbildern der anderen Völker entwickelt und nimmt daher auch wenig verwunderlich eine gewisse Sonderrolle in den Erklärungsmodellen ein. Die Mediner glauben nicht an die Kategorien Gut und Böse als existente, gegenüberliegende Pole der stofflichen Welt, ihrer Ansicht nach handelt es sich dabei nur um menschliche Konzepte, um Verhalten und Konsequenzen für sterbliche Wesen begreifbar zu machen.

Alle Lebewesen, also auch Menschen, tragen beide Extreme in sich. Ihre tamashi entscheidet, zu welcher Seite ihre innere Waage ausschlägt. Es streben zwei entgegengesetzte Kräfte in der Welt gegeneinander: Ordnung und Chaos. Ohne das Eine kann das Andere nicht existieren. Während das Chaos danach hungert, alles zu zersetzen und zu verändern, sucht die Ordnung ewige Stille und Stillstand. Würde eine der beiden Seiten gewinnen, bedeutete dies das Ende allen Seins.

Die Schüler der seibomedin halten auch die kategorische Unterscheidung zwischen Göttern und Dämonen für einen Irrtum. Ihrer Ansicht nach handelt es sich um Wesen, die sich bloß darin unterscheiden, ob sie dem Chaos oder der Ordnung dienen. Das Gleichgewicht zwischen diesen beiden ursprünglichen Kräften sorgt für Harmonie (wa) - dem Idealzustand alles Lebendigen. Verschiedene Häuser haben wa verschieden interpretiert: Die Madras etwa versuchen, sprituelle Einheit zu leben, während die Formosa glauben, man sollte diesbezüglich seine individuelle Freiheit dem Wohl der Familie unterordnen.

Das Weltverständnis der medinischen Lehren lässt sich nur sehr schwer mit der elbischen Sphärentheorie oder der theranischen Pentakellehre in Einklang bringen. Auch die Elementelehre der Zwerge und Menschen Alorans verzweifelt an der ganzheitlichen Ansicht der Mediner, die von neun Elementen ausgehen, am ehesten ist diese wohl vergleichbar mit der elbischen Theorie der Wurzelkräfte: Feuer, Wasser, Luft, Erde, Licht, Schatten, Ordnung, Chaos und Harmonie.

Im Prinzip stellen alle Elemente und ihre Kombinationen die Gesamtheit der Schöpfung dar. Einige von ihnen sind leichter zu verbinden, andere sehr viel schwerer. Nur die Kombination der ersten Acht ergeben das perfekte neunte Element. Andere Kombinationen geben Erklärungsansätze für simplere und komplexere praktische und philosophische Fragen über die Welt.

Die diesseitige Welt beherbergt demnach vor allem die vier stofflichen Elemente: Feuer, Erde, Wasser und Luft. Sie ist durch das Zwielicht yūgure getrennt von der jenseitigen Welt. Zwielicht besteht aus Licht und Schatten. Man muss sich einer der beiden Seiten oder einer Mischung aus beiden verdingen, um die Schwelle zu durchdringen. Dies könnte ein Erklärungsmodell für Magie- und Glaubenswirker sein.

Die jenseitige Welt beherbergt Chaos und Ordnung, zwei gewaltige Urkräfte, die bis in unsere stoffliche Welt hinein wirken. Zusammen ergeben sie ein Ganzes, und alles zusammen ergibt eine vollkommene Harmonie. Zu Beginn und Ende der Schöpfung wird diese erreicht. Wir befinden uns in der Zeit dazwischen.

Daraus ergeben sich in etwa folgendes Interpretationsmodell:


  • obake: Jenseitige Wesen, darunter als die mächtigsten die der Ordnung dienenden Götter (selten als kamui in eine eigene Kategorie gepackt) und die dem Chaos dienenden Dämonen (youkai).
  • sōken: Die Schöpfung. Womöglich der Begriff der Shinji Oto für Gea.
  • konton: Das Chaos. Womöglich der Begriff der Shinji Oto für Abyssia.
  • meirei: Die Ordnung. Womöglich der Begriff der Shinji Oto für Celestia.
  • wa: Harmonie. Die Einheit aller Dinge. Anfang und Ende der Schöpfung.
  • yūgure: Das Zwielicht. Womöglich der Begriff der Shinji Oto für die Schwelle.
  • hon preta: Das Totenreich. Womöglich der Begriff der Shinji Oto für Chtonia.