Fuselfels

Aus Aloran Kompendium
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Die Insel Fuselfels
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Die Insel Fuselfels liegt fast im Zentrum der Bartha-Bucht des Arasmeeres. Ihre Lage abseits der äußeren Südhandelsroute und die sie umgebenden Sandbänke machen die Insel für das Seevolk attraktiv und so gilt Fuselfels als verdorbener und sittenloser Ort, an dem sich alle Piraten der Bartha-Bucht zusammenrotten.
Die Helden (v.l. Kenji, Augustus, Octavia, Henk) mit Wigo und Kaltfisch bei ihrer Ankunft auf Fuselfels, Slindro die Flosse mit Brisa rechts im Ruderboot und im Hintergrund steht Ekky

Geographie

Lage der Insel Fuselfels

Die Insel Fuselfels liegt inmitten der Bartha-Bucht auf den südlichen Ausläufern der Knochenbank, auf der auch die Knocheninseln liegen. Fuselfels ist von unzähligen Untiefen umgeben, so dass die Insel fast nur von Ortskundigen unbeschadet angesteuert werden kann. Der felsige Boden der länglichen, sich in südwest-nordost-Richtung erstreckende Insel ist auf den höhergelegenen Bereichen mit lichten Kieferwäldern bewachsen, deren Holz öfters als Brennholz, jedoch selten als Bauholz Verwendung findet. Der baumfreie, küstennahe Boden ist mit Stechginstersträuchern überwuchert und erschwert das Vorrankommen außerhalb von eingetretenen Wegen.

Am südlichen Ende der Insel ist der Ort Fuselfels in einer geschützten Bucht entstanden. In diese unzugängliche Region des Arasmeeres verirren sich nur selten die Schiffe der Küstenwache, sodass sich der Ort Fuselfels zu einem Magneten für die Piraten des Seevolks entwickelt hat.

Der Ort Fuselfels

Der Ort Fuselfels

Fuselfels ist ein reines Piratennest. Es ist ein anarchischer Ort ohne Regeln und Gesetze, wo stets das Recht des Stärkeren gilt. Zwar gibt es einen „Piratenkönig“, der sich als Herrscher von Fuselfels bezeichnet, jedoch sorgt dieser weder für Recht noch für Ordnung auf der Insel. Dieser nimmt nämlich lediglich die Schutzgelder der Anwohner entgegen und verwaltet die Reviere der einzelnen Piratenanführer in der Bartha-Bucht und verlangt von diesen Abgaben (Schutzgelder), da er selbst die größte und mächtigste Piratenflotte von allen Kapitänen besitzt.

Fuselfels besteht fast nur aus dreckigen Schenken und verkommenen Bordellen und alles spielt sich rund um den großen Steg am Hafen ab. Hier finden sich die Piraten mit ihren Schiffen ein, um ihre erbeuteten Reichtümer zu verprassen und zu verhuren, Hehlerei zu betreiben und ihre Schmuggelwaren auszutauschen und um zwischen ihren Raubfahrten einmal so richtig ausgelassen feiern zu können.

Anstand und Sitte sind Fremdwörter auf Fuselfels und schlechtes Benehmen ist an der Tagesordnung, wozu hemmungsloses Saufen und Raufen, Pöbeln, ständiges Beleidigen und öffentlicher Sex, sowie Vergewaltigungen von Beuteweibern gehören. Jeder Pirat ist es gewohnt, dass ein anderer ihn jeder Zeit betrügen oder für ein paar Silberstücke ein Messer in den Rücken rammen würde, was ihn aber niemand übelnehmen würde, da es zu der Lebensart des Seevolkes dazu gehört.

Lokalitäten

Festung des Piratenkönigs (01)
Piratenkönig Strymos der Blut-Gockel auf dem Plankenthron mit seiner Auserwählten Heska aus der tanzenden Spalte

Die Festung des Piratenkönigs thront erhöht über dem Ort und gilt als der sicherste Platz auf ganz Fuselfels, wenngleich ihr Mauern auch als improvisierten Holzbarrikaden beschrieben werden können. Unter ihr befinden sich Zugänge zu Tunneln unter Fuselfels und ein Notausgang führt in eine versteckte Bucht, in der gewöhnlich ein Schiff parat steht. Die untere Etage besteht aus dem „Thronsaal“, der eher aussieht wie eine unaufgeräumte Halle im Gasthaus „Zum Fuselpott“. Der auffällige und große Thron selbst besteht aus alten Planken, auf welchen man noch die Namen von verschiedenen Schiffen lesen kann. Einige Namen stammen von Piratenschiffen, aber die meisten scheinen von Schiffen der barsavischen Flotten zu stammen, wie z.B. der Name „Urupas Stolz“ vermuten lässt. Die Schiffe, welche die Piratenkönige in den letzten Jahren versenkten, haben ihren Anteil zum Plankenthron beigetragen. Diese Tradition stammt von einem vorherigen Piratenkönig namens „Gelbfinger“, welcher die ishturische Tradition des Tabakkonsums pflegte, und wird seitdem von allen Königen fortgeführt.

Lager des Piratenkönigs (02)

Auf dem Vorsprung einer Klippe errichtet liegt das Lager des Piratenkönigs. Es liegt an einem Abhang, von welchen man auf den Hafen unten blicken kann und vor dem Gebäude lungern ständig einige Piraten um ein Feuer herum. Es stehen überall Kisten herum und andere Piraten schleppen einige davon in das Gebäude.

Zum Fuselpott (03)

Das auffälligste und größte Gebäude am Hafen ist das Gasthaus „Zum Fuselpott“. Es wurde aus den Resten von mehreren alten Schiffen erbaut und über seiner Tür hängt ein großes Schild, welches ein Schiff zeigt, das bis oben hin mit Schnaps gefüllt ist. Ein großes, geöffnetes Gittertor, welches früher anscheinend mal ein Bodengitter zu einem Frachtraum eines Schiffes o.Ä. war und hier zweckentfremdet wurde, dient als Eingangstür. Im Innerem des Gebäudes ist es laut, stickig und es stinkt nach Alkohol, Kotze und Pisse. Alle Tische sind meist voll mit betrunkenen Piraten besetzt, welche lauthals singen, raufen und saufen. Einige haben auch Huren dabei und, wie es scheint, stört sich niemand an öffentlichem Sex auf den Tischen und Bänken, da man diesen gleich an verschiedenen Ecken des Raumes beobachten kann. Andere klatschen sogar noch Beifall, wenn jemand gerade mit seiner Hure aktiv ist, und wieder andere drängeln sich dazwischen, um sie gleich als nächster besteigen zu können.

Pomp und Plunder (04)

„Pomp und Plunder“, ein Geschäft für exotische Waren

Zur Reihernden Ratte (05)

Die Taverne „Zur reihernden Ratte“ wird von dem berühmten Plauzen-Paul geführt. Seine Türsteher, der Tuiske Tönsgar und Bogdan der Quetscher vom Volk der Horb, sorgen dafür, dass nur ausgewählte Gäste sein Lokal betreten können. Im Innern ist es sehr dunkel und erstaunlich ruhig, es wird nicht übermäßig getrunken und man sieht auch keine Huren. Einige Piraten sitzen in kleinen Gruppen oder auch zu zweit an vereinzelt stehenden Tischen und führen sehr leise Gespräche, die anscheinend nicht jeder hören soll. Die Gäste benehmen sich erstaunlich manierlich und, wie es aussieht, ist dies kein Ort zum Feiern, sondern ein Treffpunkt, um über Geschäfte zu reden und sich über „politische“ Neuigkeiten auszutauschen. Pauls Suppe besteht aus allen Resten, die sich finden lassen, und wird inzwischen schon seit vielen Jahrzehnten durchgängig im gleichen Topf gekocht, warmgehalten und jeden Tag mit anderen Zutaten wieder aufgefüllt. Inzwischen ist daraus ein undefinierbarer Brei entstanden, der unter dem Seevolk jedoch als Delikatesse gilt. Die Suppe ist über die Jahre immer besser geworden und früher war sie mal so schlecht, dass selbst die Ratten davon gereihert haben, was der Taverne ihren Namen gegeben hat.

Schogols Beutetruhe (06)

„Schmogols Beutetruhe“ ist ein Geschäft für Piratenbedarf und draußen durch ein krakelig gemaltes Schild mit einer halbgeöffneten, prallgefüllten Schatzkiste zu erkennen. Außerdem stehen draußen bereits etliche Regale voll mit Plunder und niemand stört sich anscheinend daran, dass die Dinge dem Wind und dem Wetter ausgeliefert sind. Einige Gegenstände sind bereits so verrottet, dass es unklar ist, ob es sich um kaufbare Waren oder abgestellten Müll handelt. Betritt man den Laden, wird schnell klar, dass die Regale draußen vermutlich bereits ausgelagert werden mussten, da der gesamte Laden bis zum Auseinanderbrechen mit allerlei Plunder gefüllt ist. Verschiedenste Gegenstände stapeln sich und auch hier ist man sich oft nicht sicher, was Abfall oder Ware ist. An einem Tisch, der als Verkaufstresen genutzt wird, findet man den Besitzer Schmogol, einen sehr alten und verrunzelten Halb-Ork, der so aussieht, als ob er fast blind sei.

Reißzahn (07)

Das Schiff „Reißzahn“ ist das mit Abstand bestbewaffnete Schiff des Seevolkes. Es wird/wurde geführt von Strymos rechter Hand Slindro der Flosse, einem glatzköpfigen, dicken Mann mit einem Papagei auf der Schulter.

Stinkender Mann (08)

Die Taverne „Stinkender Mann“ ist für viele Piraten eine gute Alternative zum Fuselpott und wird von Stinkstiefel-Aik und seiner Frau Olka geführt. Ihr Stiefsohn Ekky die Walfaust sorgt als Türsteher dafür, dass prügelnde Gäste schnell das Lokal verlassen und ihren Streit draußen austragen.

Die tanzende Spalte (09)

Die Bordell-Taverne „Die tanzende Spalte“ wird von der Piratin Heska geführt und ist meist sehr voll. In der kleinen, schmalen Lokalität sticht einem gleiche eine große Bühne ins Auge, die von zwei großen Holzkulissen, welche wie zwei Herzmuschelteile geformt sind und sich zum Publikum hin öffnen. Heskas Darbietung, welche sie mindestens einmal am Abend zum Besten gibt, besteht aus einer Ansammlung von komödiantischen Liedern, die teilweise anzüglich sind, manchmal aber auch spöttischen Humor besitzen, da sie Witze über Piraten reißt, die vermutlich zu der Prominenz des Seevolkes gehören. Die Menge grölt und lacht dann und man bekommt schnell mit, dass einige der Piraten, welche von ihr durch den Kakao gezogen werden, sogar im Publikum sitzen und begeistert mitklatschen.

Zum nassen Nest (10)

Das Gasthaus „Zum nassen Nest“ ist, wie der „Fuselpott“ und der „Stinkende Mann“, ein beliebtes Gasthaus beim Seevolk.

Zur gierigen Grotte (11)

Das Hurenhaus „Zur gierigen Grotte“ ist ein großes Gebäude auf Stelzen, welches ein großes Schild über der Tür hat, auf welchem man eine Meeresgrotte sieht, aus der eine dicke, fleischige Zunge herauskommt. Die „gierige Grotte“ wird von dem kräftigen Piraten Hegbar geführt und ist im wahrsten Sinne ein „Hurenhaus“, da bereits im Eingangsbereich einige Huren sitzen, die ihre Kinder stillen und versorgen und scheinbar dort zuhause sind. Im Bordell selbst finden sich nur lange Gänge, von denen kleine Zimmer, die fast schon als Nischen zu bezeichnen sind. Diese besitzen keine Türen, sondern in die Eingänge sind einfache Vorhänge gehängt, die teilweise furchtbar dreckig aussehen und bestimmt seit vielen Jahren nicht gewaschen wurden.

Aussichtsturm (12)

Der Aussichtsturm befindet sich auf einer Lichtung an der höchsten Erhebung der Insel und er besitzt ein sehr altes und festes Fundament, welches elbischen Ursprungs ist. Der obere Teil besteht hingegen aus alten Steinen, die scheinbar sehr chaotisch zu einem neuen Turm verbaut wurden, der sehr unregelmäßig von seiner Architektur her wirkt und ein Improvisationsbau von Piraten zu sein scheint.

Friedhof (13)

Der Friedhof wirkt sehr chaotisch und improvisiert und ähnelt keinem bekannten Friedhof auf dem Festland. Die meisten Grabmäler bestehen aus Holzbrettern, die einfach in den Boden gesteckt wurden, und auf die einzelne Namen geschmiert sind. Es fällt auf, dass besonders viele weibliche Namen darauf stehen und es vermutlich die Weiber der Piraten sind, die hier auch auf Fuselfels leben. Man findet nirgendwo bekannte Symbole aus Aloran, stattdessen findet sich auf manchen Grabsteinen, die meistens sehr improvisiert wirken, das Symbol eines Kraken. Weiter hinten auf dem Gelände findet man auch die Gräber der alten Piratenkönige mit Steinen und sogar zwei Grüfte, welche nicht so improvisiert wirken und einige sogar recht kunstvoll gestaltet sind. Auf ihnen stehen typische Piratennamen wie Grett, der Abzieher, „Krakenmaul-Merl oder Seeigel-Ragnar.

Madame Zibas Hexenkessel (14)

"Madame Zibas Hexenkessel" ist ein kleiner, verschrobener Laden. Die alten Planken, aus denen die Hütte gebaut wurde, sind von oben bis unten mit seltsamen bunten Zeichen bemalt, welche abstrahierte Tiere, Menschen und vieles dazwischen darstellen. Die meisten Bemalungen sind gegenstandslose Muster und wirken grotesk und etwas finster, aber durch ihre Buntheit auch gleichzeitig sehr lebendig und quirlig. In ihrer Hütte stehen seltsame Artefakte, vor allem finden sich bemalte Holzfiguren, die an die Malereien draußen erinnern, geschnitzte Masken mit skurrilen aufgemalten Gesichtern und viele Behälter mit merkwürdigen und undefinierbaren Zutaten. An den Wänden hängen getrocknete Tiere, wie schwarze Hähne und Katzen und auch einiges an getrockneten Meerestieren. In der Mitte des Raumes steht ein großer Kessel, in welchem es blubbert und brodelt, hinter welchem Madame Ziba auf einem hohen, bunten Sitzkissen hockt. Viele Piraten auf Fuselfels finden Madame Ziba sehr unheimlich, da diese fast nie ihre Hütte verlässt. Sie bietet ihre magischen Fähigkeiten für Geld an und steht wegen ihrer besonderen Fähigkeiten schon lange im Dienst und unter den Schutz des jeweiligen Piratenkönigs. Angeblich kann Ziba die Zukunft vorhersagen und ist für ihre Flüche bekannt. Sie bietet ihre Dienste jedoch nicht jedem an und sie sucht sich ihre Kunden selbst aus.

Die verfluchte Klippe

Die verfluchte Klippe liegt im Nord-osten der Insel und Madame Ziba hat aus Visionen erfahren, dass dort vor ewigen Zeiten unbekannte Mächte gegeneinander gekämpft hätten, als es noch kein Meer um Fuselfels gab. Auf der Klippe wächst eine besondere Pflanze, die nur an verfluchten Orten vorkommt: das Püglos-Blümchen. Es ist klein mit winzigen, weißen Blüten. Der Ort kann als Kraftort für abyssische Mächte dienen und ist zwar nicht aus sich heraus schädigend, aber schwarzmagische Zauber etc. besitzen hier eine enorm verstärkte Wirkung.

Persönlichkeiten

  • Strymos, der Blut-Gockel ist der derzeitige Piratenkönig.
  • Heska ist die Braut des Piratenkönigs und und die Chefin der tanzenden Spalte.
  • Plauzen-Paul ist der Gastwirt der „Reihernden Ratte“ und ein Urgestein auf Fuselfels.
  • Hackfressen-Jack ("Hackfresse") ist ein alter Pirat um die 70 Jahre und ein bekannter Geschichtenerzähler.
Schmogol

Schmogol ist ein Halbork und durch seine Abstammung von den kurzlebigen Orks mit seinen ca. 60 Jahren schon sehr, sehr alt und gebrechlich. Er ist der Besitzer des Ladens „Beutetruhe“, wo er allen erdenklichen Plunder verkauft, aber auch einige gute Waffen und Ausrüstungsteile.

Hackfresse ist bereits seit langen mit Schmogol befreundet, denn beide und gehörten vor vielen Jahren zu der Mannschaft von Käpt'n Kaltfisch und segelten gemeinsam auf seiner „Blutigen Gräte“. Schmogol war damals wohl ein guter Kämpfer und so mancher Nachwuchspirat hat von dem alten Ork den ein oder anderen Hieb mit seinem Säbel gelernt.

Madame Ziba

Madame Ziba ist eine große, unglaublich dicke Frau mit einer unglaublich dunklen Haut. Ihre Haare bestehen aus winzigen, schwarzen Locken, die sie zu einem hohen Zopf, der wie ein riesiger schwarzer Ball wirkt, mit einem bunten Tuch zusammengebunden hat. Sie hat eine unfassbar breite Nase, große, breite Lippen und kohlenschwarze Augen und trägt ein buntes Kleid, dass mit den gleichen bunten Mustern verziert ist, wie die Bemalungen an ihrem Häuschen.

Madame Ziba verlässt niemals ihre Hütte und bietet vor allem dem Piratenkönig ihre Dienste an, welche aus dem Brauen verschiedener Zaubertränke, dem Beraten mit Vorhersagungen, dem Erlangen von Visionen oder dem Verhängen von Flüchen bestehen. Hierzu nutzt sie sowohl alte traditionelle Mächte ihrer Heimat, als auch die Traditionen der balmarischen Druiden.

Ehemalige Piratenkönige
Grett der Abzieher - von einem Nekromanten der dunkeln Bruderschaft wiedererweckt
  • Grett der Abzieher“ lebte vor etwa 40 Jahren und war ein richtiger Hühne. Er selbst behauptete, dass sein Vater ein Horb aus den Steppen des Nordens war, was auch sehr wahrscheinlich ist. Er hatte nämlich viel Ähnlichkeit mit Bogdan dem Questscher, welcher heutzutage bei Plauzen-Paul als Türsteher arbeitet. Grett kam durch reine Brutalität zu dem Piratenthron. Er versammelte Männer um sich, die ebenso gewalttätig waren wie er, und griff mit diesen Fuselfels an. Sie eroberten die Festung und man sagt, dass Grett den alten Piratenkönig tötete, indem er ihm bei lebendigem Leib Stück für Stück die Haut abzog und sich dabei ganz viel Zeit ließ. So kam er auch zu seinem Namen. Grett war ein außergewöhnlicher Kämpfer und mit seinen Wagenradgroßen Fäusten so stark wie zwanzig normale Männer.
  • Krakenmaul-Merle“ war einer der direkt auf Grett folgenden Piratenkönige. Er war aber nur sehr kurz König, maximal ein paar Wochen, da ihm das Leben auf Fuselfels nicht wirklich gefiel und er das Meer vermisste. Da er darüber trübsinnig wurde und die Männer von Fuselfels mit ihm die Geduld verloren, wurde er eines Tages ermordet. Von wem weiß niemand, aber alles deutet daraufhin, dass Plauzen-Paul dahintersteckte, da er einen fähigeren König auf dem Thron sehen wollte. Als Kapitän war Merle jedoch eine Legende, denn er hatte eine seltene Fähigkeit und konnte die Räuber der Meere kontrollieren. Man erzählt sich, er hetzte Haie auf schiffbrüchige Feinde und hatte sogar einen großen Darlig-Wal unter Kontrolle, mit welchem er Schiffe rammte und sie zum Sinken brachte.
  • Seeigel-Ragnar“ war vor 10 Jahren König. Er war ein Berstmann aus dem Norden, ein waschechter Tuiske, und mansche behaupten, dass er mit dem Meer so eng verbunden war, dass Salzwasser statt Blut durch seine Adern floss. Er war sehr schlau, gerissen und vermutlich der wagemutigste Kapitän aller Zeiten. Ragnar hatte besonders bei Seeschlachten ungewöhnliche Ideen, auf die sonst niemand kam und womit er seine Feinde überraschte und besiegte. Er war seinen Feinden anscheinend immer einen Schritt voraus, als ob er wüsste, welches Manöver sie mit ihrem Schiff als nächstes unternehmen werden. Außerdem war Ragnar dafür bekannt, dass er seinen Männern den Speerwurf beibrachte, so wie sie ihn bei der Waljagd an der Berstküste ausüben. Feindliche Schiffe wurden von Ragnar deswegen häufig mit einem Hagel aus todbringenden Speeren überrascht, bevor sie ihre Kanonen überhaupt laden konnten. Durch diese Angriffstaktik erhielt Ragnar auch seinen Beinamen „Seeigel“.

Geschichte

Angriff auf Fuselfels (322 i.J.P.)

In einem großangelegten, gemeinsamen Marineeinsatz der Städte Ankarz, Kronstadt und Urupa brach eine Flotte von 20 Schiffen unter der Führung von Admiral Dogerian von Köslin auf, um mit vereinten Kräften am 14./15. Biloar 322 i.J.P. die Insel Fuselfels anzugreifen, sie von Piraten zu säubern und die Handelswege der Bartha-Bucht sicher zu machen.

Es gelang der Flotte, sich fast bis zur Insel mit ihren Kanonen durchschießen, wobei sie einige von den Piratenschiffen versenkten, die sich ihnen in den Weg gestellt hatten. Jedoch kamen immer mehr Schiffe aus dem Hafen des Fuselfels und nutzen ihr Wissen über die umgebenden Sandbänke geschickt aus, so dass sie die barsavischen Schiffe in einen Hinterhalt lockten und etliche von ihnen auf den Sandbänken aufliefen. Diese Schiffe wurden sofort von den Piraten geentert und die verbliebenen Schiffe, welche noch manövrierfähig waren, wurden mit Kanonen versenkt.

Ich war damals auf einem der Schiffe, die versenkt wurden. Das war mein Glück im Unglück, da ich durch den Schiffsbruch nicht von den Piraten gefangen oder getötet, sondern auf einer schwimmenden Planke davongetrieben wurde. Erst nach zwei Tagen wurde ich halbverdurstet von einem Handelsschiff aufgelesen, da die Strömung mich glücklicherweise zurück zu der Handelsroute getrieben hatte.

Reinhard Wellenbrecher überlebte den Angriff auf Fuselfels

Admiral Dogerian von Köslin wurde nach der Schlacht gefangen genommen und die Piraten erpressten ein sehr hohes Lösegeld von Kronstadt, damit Graf Dogerian nicht getötet wurde. Allerdings wurde der Graf während seiner Gefangenschaft von den Piraten auf das schlimmste gefoltert und halbtot an seine Heimat zurückverkauft. Dogerian brauchte Monate, um sich von der Folter zu erholen und musste nach seiner Genesung noch lebenslang gegen die gesundheitlichen Folgen ankämpfen.